
Costa Smeralda
Sardinien – der kleinste Kontinent der Welt
Sardinien ist die zweitgrößte Insel des Mittelmeeres und auch heute noch ein Geheimtipp. 1.800 Kilometer Küste faszinieren durch glasklares, azurblau bis smaragdgrün schimmerndes Wasser, feinkörnigen weißen Sand, Dünen, Pinienhaine und versteckte Buchten.
Synonym für Sardinien ist die Costa Smeralda, die Küste der Reichen und Schönen und eine der edelsten Ferienadressen Europas. Als Karim Aga Khan IV. 1962 den bis dato als Weideland genutzten Küstenabschnitt im Nordosten Sardiniens entdeckte, ahnte er wohl kaum, dass sich die Costa Smeralda dauerhaft zum Tummelplatz des internationalen Jetsets mausern würde. Doch Sardinien bietet weitaus mehr…

Nuraghe
Santa Barbara
Kunst und Kultur
Auf Sardinien haben sich Karthager, Römer, Araber, Byzantiner und Spanier im Laufe der Jahrhunderte angesiedelt. Diese verschiedenen Einflüsse zeigen sich in der Kultur des sardischen Volkes, die sich aber trotzdem bis in die heutige Zeit ihre Eigenständigkeit bewahren konnte.
So bietet sich Kunstliebhabern ein vielschichtiges Angebot an Kulturgütern, das entdeckt werden will. Vor allem die eigenwilligen Nuraghenbauten, die vor rund dreitausend Jahren errichtet wurden, stellen einen archäologischen Reichtum ohnegleichen dar. Viele Rätsel umgeben diese zyklopischen Turmbauten, die heute als die wahren Wahrzeichen Sardiniens gelten. Auch Sardiniens Stadtbilder zeugen von einer bewegten Vergangenheit und haben sich doch im Laufe der Zeit zu lebhaften, modernen Zentren entwickelt.

Sardisch genießen
Das leibliche Wohl kommt auf Sardinien garantiert nicht zu kurz. Mit Olivenöl und frischen Kräutern zaubern die Inselköche aus Fisch, Meerestieren, Wildschwein, Lamm und Ziege wahre Gaumenfreuden.
Zu den Klassikern unter den Fleischgerichten der landestypischen Küche zählt das Spanferkel. Gleichermaßen empfehlenswert sind hausgemachte Teigwaren oder eine der vielen sardischen Brotspezialitäten wie das pane carasau, hauchdünne, gebackene Brotfladen aus ungesäuertem Teig, die einst von den Hirten auf ihre langen Wandertouren mitgenommen wurden. Erwähnung verdient zudem der sardische Schafskäse percorino sardo, ein würziger Hartkäse, dessen Alter Geschmack und Qualität bestimmt. Eine weitere Spezialität ist monatelang gereifter Wildweinschinken, der in hauchdünnen Scheiben gereicht wird.

Weine
Auf etwa 43.000 ha Rebfläche bringen die von Sonne und Wind verwöhnten sardischen Rebsorten Jahr für Jahr volle und samtige aber auch leichte und junge Weine hervor.
Zu den am meisten geschätzten Weinen der Insel gehören der rote Cannonau (alkoholstark und kräftig) und der weiße Vermentino (leicht und frisch). Die Cannonau-Rebe gehört zu den ältesten Reben des Mittelmeerraums. Aus ihr wird der ausgezeichnete Cannonau-Wein gekeltert: Ein körperreicher, samtiger Rotwein mit ausgeglichenem Alkohol- und Tanningehalt, dessen vollmundiger Geschmack heute weit über die Region Sardinien bekannt ist.
Sport und Freizeit

Nicht weniger faszinierend als die schönen Sandstrände sind die bizarren Granitbuchten der Gallura im Nordosten, und die vielen Tauchgründe und Surfspots rund um die Insel werden von Kennern seit langer Zeit geschätzt.
So zählt die Unterwasserlandschaft von Capo Testa zu den zehn besten Tauchgründen der Welt. Gigantische Granitfelsen formen eine Vielzahl von Höhlen, die zum Teil mit Roten Edelkorallen bewachsen sind. Steilwände mit Gesteinsformationen wie Schweizer Käse sind markante Merkmale dieses Tauchgebietes. In der Straße von Bonifacio sind Sichtweiten von bis zu 50 Meter keine Seltenheit. Segler werden von den vielfältigen Möglichkeiten begeistert sein. Die zahlreichen Sporthäfen halten mehr als 14.000 Liegeplätze bereit und sind mit modernstem Komfort ausgestattet. Sardinien ermöglicht aufregende Segeltörns und erlebnisreiche Touren mit der Yacht rund um die Insel. Im bergigen Inselinneren können Wanderer, Bergsteiger, Freeclimber oder Mountainbiker interessante Touren unternehmen, und vom Rücken eines Pferdes sieht die sardische Landschaft sogar noch schöner aus.

